EINE GESCHICHTE AUS DER JAGDPRAXIS

Wildkameras können weit mehr als einzelne Bilder aus dem Revier liefern. Richtig eingesetzt und über Jahre konsequent genutzt, werden sie zu einem wertvollen Werkzeug für die Beobachtung von Rotwild während der Hirschbrunft.

3 Pirschgänge.
2 Erntehirsche.
Was dahinter steckt.

Vor wenigen Tagen erreichte uns die Nachricht eines langjährigen Kunden:

„TRAILCAM 1 hat wieder abgeliefert.“

Dahinter steckt allerdings weit mehr als ein erfolgreicher Jagdtag. Es ist das Ergebnis einer Strategie, die dieser Jäger mittlerweile seit 8 Jahren konsequent verfolgt.

Seit 8 Jahren – 365 Tage im Jahr

Die Wildkameras werden nicht erst wenige Tage vor der Hirschbrunft montiert. Sie befinden sich ganzjährig im Revier und überwachen die Brunftplätze über das gesamte Jahr.

Dabei werden die Kameras so positioniert, dass möglichst große Bereiche der Brunftwiesen erfasst werden können.

Gleichzeitig herrscht auf diesen Flächen weitgehend Jagdruhe. Statt ständig selbst zur Kontrolle ins Revier zu gehen, liefern die Wildkameras kontinuierlich Informationen über das Geschehen vor Ort.

Jagdruhe statt ständiger Kontrolle

Gerade während der Hirschbrunft kann jede zusätzliche Bewegung im Revier eine Störung bedeuten. Genau hier zeigt sich einer der größten Vorteile einer sendefähigen Wildkamera.

Die Kamera liefert aktuelle Bilder direkt aus dem Revier. Dadurch lässt sich beobachten, was auf den Brunftplätzen passiert, ohne für jede Kontrolle selbst vor Ort sein zu müssen.

Praxistipp Eine Wildkamera soll dir dabei helfen, Zusammenhänge zu erkennen – nicht dich dazu verleiten, auf jedes einzelne Bild sofort zu reagieren. Gerade an sensiblen Brunftplätzen kann weniger Aktivität im Revier mehr Information bringen.

Hirsche dokumentieren statt nur Bilder sammeln

Der entscheidende Unterschied liegt in der langfristigen Nutzung. Über mittlerweile acht Jahre ist eine umfangreiche Dokumentation der Hirsche entstanden, die diese Brunftplätze nutzen.

Damit lassen sich beispielsweise Fragen beantworten wie:

  • Welche Hirsche tauchen zur Brunft auf?
  • Welche bekannten Hirsche kommen in den Folgejahren wieder?
  • Wie haben sich einzelne Hirsche entwickelt?
  • Wann erscheinen sie auf den Brunftflächen?
  • Welche Bereiche werden besonders häufig genutzt?

Aus einzelnen Wildkamerabildern wird dadurch mit der Zeit eine langfristige Dokumentation des Rotwildes im eigenen Revier.

Aktuelle Wildkamerabilder mit den Vorjahren vergleichen

Besonders interessant wird diese Dokumentation, wenn die Hirschbrunft beginnt.

Taucht ein Hirsch auf einer aktuellen Aufnahme auf, kann das Bild mit Aufnahmen und Erfahrungen der vergangenen Jahre verglichen werden.

Statt die Brunftplätze ständig selbst kontrollieren zu müssen, entsteht so eine wesentlich bessere Informationsgrundlage für die weitere jagdliche Planung.

DAS ERGEBNIS IN DIESEM JAHR
3 Pirschgänge.
2 Erntehirsche.

Natürlich erlegt eine Wildkamera keinen Hirsch und sie ersetzt weder Erfahrung noch die jagdliche Entscheidung.

Richtig eingesetzt kann sie aber helfen, unnötige Reviergänge zu reduzieren, aktuelle Informationen zu gewinnen und die wenigen notwendigen Pirschgänge gezielter zu planen.

Dokumentieren.
Analysieren.
Erfolgreich jagen.
Mehr wissen, ohne ständig selbst im Revier sein zu müssen.

Wildkamera am Brunftplatz: Warum 60° interessant sind

Nicht an jedem Standort ist ein möglichst großer Weitwinkel die beste Lösung. Soll ein bestimmter Bereich einer Brunftfläche oder ein weiter entfernter Bereich gezielt überwacht werden, kann ein klassisches 60° Sichtfeld die passende Wahl sein.

Entscheidend ist immer, die Kamera so auszurichten, dass der für dich relevante Bereich zuverlässig erfasst wird.

Fazit: Wildkamera bei der Hirschbrunft richtig nutzen

Dieser Praxisfall zeigt sehr schön, was möglich wird, wenn eine Wildkamera nicht nur kurzfristig eingesetzt wird.

Acht Jahre Beobachtung. 365 Tage im Jahr. Möglichst wenig Störung und eine Dokumentation, die von Jahr zu Jahr wertvoller wird.

Für uns ist genau das die Königsklasse im Einsatz von Wildkameras: Informationen sammeln, Entwicklungen erkennen und dieses Wissen sinnvoll für die eigene Revierpraxis nutzen.

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Weidmannsheil 🌿
Mario Held
TRAILCAM.at

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